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Vor 90 Jahren war der 1. Mai zum ersten Mal gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Das hatte die Weimarer Nationalversammlung mit den Stimmen der SPD beschlossen. An diesem Tag sollten die Interessen der Arbeiter in Fragen der Arbeitszeit und des Arbeitsschutzes im Mittelpunkt stehen. Daran hat sich auch im Jahre 2009 nichts geändert.

Dazu erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion: "Der Kampf für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist heute so aktuell wie nie. Die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise trifft weltweit nicht die Hasardeure, die sie verursacht haben, sondern am meisten die Menschen, die mit harter Arbeit ihr Geld verdienen müssen. Es sind ihre Arbeitsplätze, die in Gefahr sind, und es sind ihre Familien, die um ihre Existenz bangen, denn sie konnten keine Millionen auf die Seite schaffen.

Wenn heute die gleichen Banker eine Beschneidung der Arbeitnehmerrechte fordern, die gestern die Krise verursacht haben, sagen wir: DAS darf nicht sein! Ein zentrales Ziel sozialdemokratischer Politik bleibt, dass alle Menschen ihren eigenen Lebensunterhalt durch gerecht bezahlte Arbeit verdienen können."

Norbert Bischoff, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, ergänzt: "Die SPD fordert gute Arbeit, faire Löhne, die Sicherung des Kündigungsschutzes und den Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung für ganz Europa auch in der Krise. Die Krise darf kein Vorwand sein, soziale Standards abzubauen und Arbeitnehmer zu benachteiligen. Wenn alle daran arbeiten, dass die Krise überwunden wird, darf das nicht zu Lasten einer Seite gehen."