Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hatte heute zu einer Kundgebung und Mahnwache auf dem Magdeburger Domplatz aufgerufen. Anlass war der Transport mit vier Castor-Behältern, der in dieser Nacht hochradioaktives Material aus Frankreich in das Zwischenlager Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern gebracht hat.

Auf der Kundgebung erklärte Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: „Wer jetzt noch sagt, die Debatte um die Zukunft von Atomkraftwerken in Deutschland sei ein Problem, das weit weg von Sachsen-Anhalt und der eigenen Haustür sei, ist heute eines Besseren belehrt worden.

Vier Behälter mit hochradioaktivem Material sind durch unser Bundesland gefahren. Dabei ist es gleich, ob sie im Castorbehälter liegen oder im Zwischenlager, für die Endlagerung hat bis heute niemand eine sichere Lösung gefunden. Bei einer Herausforderung, die noch in Jahrhunderten strahlt, ist das auch kein Wunder.

Jeder Castor ist daher ein Symbol, dass Atomenergie kurzfristigen Nutzen mit langfristigen Lasten bringt. Das ist unverhältnismäßig und unverantwortlich. Die Bundesregierung hat das mit ihrer Entscheidung zur Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke noch verschlimmert.“