Der Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Gerhard Ruden, hat heute in einem Schreiben an den Landtagspräsidenten seinen Rücktritt erklärt, nachdem bekannt geworden war, dass er als Student gegenüber dem Ministerium der Staatssicherheit einen Freund erheblich belastet hatte und dieser daraufhin zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen "Republikflucht" verurteilt wurde.

Dazu erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: "Die Fakten und die Aussagen von Herrn Ruden sprechen für sich. Der Rücktritt war folgerichtig und die einzig vertretbare Entscheidung.

Der Landtag hat jetzt die Aufgabe, eine Persönlichkeit zu finden, die das Amt des oder der Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen verantwortungsvoll ausfüllen kann."