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Anlässlich des 65. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 erklärt die SPD-Landesvorsitzende Katrin Budde: „Der 8. Mai 1945 als Tag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges ist ein Tag der Erinnerung und eine Tag der Mahnung. Er erinnert uns an die Millionen Opfer, die das Regime des Nationalsozialismus und sein menschenverachtender Krieg gekostet haben. Er ist ein ständiges Mahnmal dafür, wohin Rassismus, Kriegstreiber und entmenschlichte Barbarei führen können.

Die Machtergreifung durch die Nazis am 30. Januar 1933 war zudem ein Paradebeispiel dafür, wie eine junge, fragile Demokratie aus ihrem Inneren heraus von den Feinden der Demokratie mit demokratischen Mitteln beseitigt wurde. Das sollte uns heute Mahnung sein, unsere Demokratie als wehrhafte Demokratie auszustatten, sie zu schützen und Zerstörungsversuche von Rechts abzuwehren.

Die Nazis haben mit der Verfolgung und systematischen Vernichtung Andersdenkender im Holocaust einen unvergleichlichen Akt der Barbarei an der menschlichen Zivilisation begangen. Sie haben mit dem Zweiten Weltkrieg den Tod von Millionen von Menschen verursacht. Sie haben Not und Elend über um ein Vielfaches größere Anzahl von Menschen gebracht. Der 8. Mai 1945 ist in der Tat eine Befreiung von einem verbrecherischen, menschenverachtenden System.

Während aber dieser Tag als Tag der Befreiung für den einen Teil Deutschlands tatsächlich in die Freiheit führt, fiel der östliche Teil von einer Diktatur in die andere. Ich darf daran erinnern, dass für die Sozialdemokratie im Osten nach der Leidenszeit des „Dritten Reiches“ die Zwangsvereinigung und weitere vier Jahrzehnte der Ausgrenzung folgten. Beides werden wir nicht vergessen.“