Zum heutigen Interview von Wirtschaftsminister Haseloff und CDU-Spitzenkandidat in der Volksstimme erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und des SPD-Landesverbandes Sachsen-Anhalt: „Herr Haseloff scheint die Realitäten zu verkennen. Nicht die Kanzlerin hat Deutschland gut durch die Krise geführt, es waren die Minister der SPD in der Großen Koalition, die die entscheidenden Weichenstellungen vorgenommen haben. Ich erinnere daran, dass das von der SPD erkämpfte Kurzarbeitergeld dafür gesorgt hat, dass viele Arbeitsplätze in Deutschland die Krise überdauert haben. Die Kanzlerin hat es wie immer vorgezogen, zu warten und anderen die Arbeit zu überlassen.

Genauso verquer ist die Aussage von Herrn Haseloff, das schlechte Ansehen der Bundesregierung wäre lediglich ein Kommunikationsproblem und ihre gute Arbeit ist nur schlecht verkauft worden. Das Gegenteil ist der Fall. Das schlechte Ansehen der Bundesreierung ist ganz klar das Ergebnis grottenschlechter Arbeit. Steuergeschenke für Hoteliers, soziale Einschnitte und ein schmerzhafter Stillstand bei der Gesundheitsreform – die Performance dieser Regierung ist unterirdisch. Das macht auch die beste Kommunikation nicht wett.“