Zur Realisierung von CCS in der Altmark und zur Verankerung im Landesentwicklungsplan erklärt  Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: „CCS ist eine Technologie, die noch in den Kinderschuhen steckt und von der heute niemand sagen kann, welche Folgen sie hat. Es gibt damit drei Probleme:

Erstens kann niemand die Speichersicherheit garantieren.

Zweitens setzt die CO2-Abspaltung den Wirkungsgrad von Kraftwerken rapide herab. Damit würde man zur Energiegewinnung mehr fossile Brennstoffe verbrauchen, als nötig ist. Das wäre umweltpolitischer Unsinn.

Drittens ist der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zu CCS völlig unausgegoren. Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort sollen nicht beteiligt und im Regen stehen gelassen werden. Wir sind aber hier in Sachsen-Anhalt nicht dafür zuständig, die Fehlleistungen der schwarz-gelben Bundesregierung auszubügeln.

Vor diesem Hintergrund heißt es für die SPD ganz klar: Keine Experimente auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger in der Altmark! Dazu wollen wir auch eine Klarstellung im Landesentwicklungsplan, die bisher vom zuständigen Ministerium verweigert wurde.“

Bereits im Wahlprogrammentwurf der am 19. Juni veröffentlicht wurde, hat sich die SPD „gegen die vorbehaltlose Anwendung der CO2-Speicherung“ (Entwurf des SPD-Wahlprogramms, S.13, Z.482f./ http://www.spd-sachsen-anhalt.de/files/wahl2011/programmentwurf2011.pdf) und für eine kritische Begleitung der CCS-Forschung im Land ausgesprochen. Dieser Passus soll nach Willen der Gliederungen und der Antragskommission auf dem Landesparteitag am 9. Oktober in Dessau-Rosslau noch verschärft werden.