In der heutigen Landtagsdebatte zur Regierungserklärung des Ministerpräsidenten zum 20. Jahrestag der Wiederbeieinigung hat die sachsen-anhaltische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Katrin Budde die Deutsche Einheit als historischen Glücksfall bezeichnet. Sie würdigte die Aufbauleistung der letzten 20 Jahre in Sachsen-Anhalt. „Dass Sachsen-Anhalt heute so dasteht, ist zuallererst und vor allem das Ergebnis der harten Arbeit der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land. Sie haben die Deutsche Einheit zu ihrer, zu unserer Erfolgsgeschichte gemacht. Das ist eine historische Leistung“, sagte Budde in ihrer Rede.

Gleichzeitig wies sie in Anlehnung an die Worte des Bundespräsidenten darauf hin, „dass die Ostdeutschen den allergrößten Teil des Umbruchs geschultert haben“. Sie bedauerte, dass viele Ostdeutsche diese eigene Leistung selbst nicht ausreichend würdigen und warb für ein „neues Selbstbewusstsein als Ostdeutsche. Wir haben es nicht nötig, uns als Bürgerinnen und Bürger 2. Klasse zu fühlen.“ Budde wies darauf hin, dass die Ostdeutschen Bundesbürger mit einer einzigartigen Erfahrung seinen. „Die Bürgerinnen und Bürger in den alten Bundesländern haben Demokratie gelernt, wir haben sie uns erkämpft!“, erklärte sie. „Wir haben damit den Grundstein gelegt für ein gemeinsames Deutschland, dem Freiheit nicht gebracht und dem Demokratie nicht beigebracht wurde, sondern das Beides aus sich selbst heraus gewonnen hat. Wir haben dem Verfassungspatriotismus der Bonner Republik den Freiheitswillen der Straße hinzugefügt. Das hat das Deutschland von heute erst möglich gemacht.“