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Das Spitzenduell im MDR zwischen Jens Bullerjahn, Rainer Haseloff und Wulf Gallert hat Jens Bullerjahn und die SPD als klare Sieger gesehen. „Jens Bullerjahn hat das Format und die Kompetenz, Sachsen-Anhalt seriös in eine gute Zukunft zu führen“, erklärte die SPD-Landesvorsitzende Katrin Budde, „das konnten alle Zuschauerinnen und Zuschauer sehen. Jens Bullerjahn hat die Konzepte, Erfahrung und die Verlässlichkeit, unser Land nach vorn zu entwickeln. So jemanden wünschen  wir uns als Ministerpräsidenten.“

Budde begründete ihre Einschätzung zum TV-Duell auch mit den augenscheinlichen Schwächen der Mitbewerber. „Herr Haseloff besitzt offensichtlich nicht die politische Konstanz, das Amt des Ministerpräsidenten auszufüllen“, verwies Budde auf die zahlreichen politischen Stellungswechsel des CDU-Herausforderers. So hat sich Rainer Haseloff noch vor ein paar Wochen klar zur Atomkraft bekannt und will heute die Laufzeitverlängerungen prüfen. Er hat immer gegen Mindestlöhne gekämpft und ist heute dafür. Er hat immer andere für Versprechungen kritisiert, die ohne neue Schulden nicht zu finanzieren wären.

Letzte Woche hat er ein Zehn-Punkte-Sofort-Programm aufgestellt, das einen beispiellosen Wunschzettel ohne die geringste Gegenfinanzierung darstellt. Damit verabschiedet er sich von einem schuldenfreien Sachsen-Anhalt. „Wenn man sich das alles anschaut, dann ist Herr Haseloff im Wahlkampf völlig beliebig geworden, man könnte auch sagen  populistisch“, so Budde. „Er hat diese Sprunghaftigkeit auch im TV-Duell in keiner Weise aufklären können. Beliebigkeit und Sprunghaftigkeit sind aber keine positive Eigenschaft eines Regierungschefs.“

Schwächen sah die SPD-Chefin auch beim Spitzenkandidaten der Linken Wulff Gallert. „Die Linke ist bis heute ein belastbares Bekenntnis zur Haushaltssanierung schuldig geblieben“, erklärte Budde an die Adresse des Linke-Frontmannes. „Das hat sich auch im TV-Duell nicht geändert.“ Sie verwies darauf, dass die Linke in der laufenden Legislaturperiode immer mit Vorschlägen aufgefallen sei, mehr Geld auszugeben. „Die Vorschläge mögen zwar im Einzelfall vernünftig klingen, wären aber in der Gesamtheit ein finanzielles Desaster für Sachsen-Anhalt“, so Budde. „Wir brauchen in der jetzigen Lage Solidität und vernünftiges Augenmaß, nicht ungehemmtes Schuldenmachen. Sachsen-Anhalt kann mehr, aber eben nicht alles. Das gehört zur Wahrheit dazu, auch im Wahlkampf.“

In der Zusammenfassung des Abends erklärte Budde: „Unser Wahlkampfslogan ‚Bullerjahn  ist dran!’ entpuppt sich in dieser Situation nicht nur als politische Forderung, sondern als einzig vernünftiges Personalangebot. Wir sind gespannt, wie die Wählerinnen und Wähler am Sonntag entscheiden.“