Heute vor 72 Jahren begann das nationalsozialistische Dritte Reich mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen den II. Weltkrieg. Er entwickelte sich zu einem in der Geschichte der menschlichen Zivilisation beispiellosen Vernichtungskrieg. Über 60 Millionen Menschen ließen auf den Schlachtfeldern und in den Vernichtungslagern ihr Leben. Viele Millionen Menschen verloren Heimat und Familie.

Dazu erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: "Der 1. September ist ein Tag des Erinnerns daran, zu welchen Taten Menschen fähig sind. Er ist ein Tag des Gedenkens an die Opfer und Millionenfaches Leid.  Und er ist ein Tag der Besinnung an die Folgen des Krieges mit den vielfachen Zerstörungen, deren Spuren auch heute noch zu sehen sind

Der 1. September erinnert uns vor allem daran, dass Krieg der Sündenfall der menschlichen Zivilisation ist. Frieden ist die wichtigste Voraussetzung für Freiheit und Wohlstand. Die Entwicklung in Europa in den letzten sechs Jahrzehnten sind eindrucksvoller Beweis.

Frieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit. Europa auch nicht. Auch wenn die momentane Krise der Europäischen Union eine vordergründig ökonomische ist, stellt sie doch das Bestehen des Europäischen Projekts an sich in Frage. Dies aktiv und visionär zu verhindern, muss Leitschnur einer europäischen Politik sein. Das gilt auch und im Besonderen für die Bundesrepublik. Das Friedensprojekt Europa muss weitergehen. Der 1. September ist Mahnung dafür."