Im Rahmen eines Werkstattgesprächs hat die SPD-Landtagsfraktion mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden zum Thema Neugestaltung der Richtlinie der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) diskutiert. Die GRW-Mittel sind ein wichtiges Wirtschaftsförderinstrument für Sachsen-Anhalt. Seit 1990 wurden mit insgesamt 9,5 Milliarden Euro Zuschüssen über GRW Mittel Gesamtinvestitionen im wirtschaftlichen Bereich von  fast 39 Milliarden Euro ermöglicht.

Dazu erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion: "Mit der Gemeinschaftsaufgabe haben wir in Sachsen-Anhalt viel Gutes für die Entwicklung unserer einheimischen Wirtschaft bewirkt. Die GRW-Richtlinie wird aktuell überarbeitet. Wir finden es wichtig, dazu frühzeitig mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen.

Aus unserer Sicht müssen bei der Vergabe der Fördermittel nicht nur quantitative sondern verstärkt auch qualitative Kriterien bei der Fördermittelvergabe berücksichtigt werden. Das sind z.B. die Einhaltung tariflicher Standards, die Einbeziehung beruflicher Aus- und Weiterbildung und die Beschränkung von Leiharbeit. Das ist nicht nur ein Frage der Fairness auf dem Arbeitsmarkt, sondern ein konkretes Instrument, der Abwanderung und dem Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt entgegenzuwirken."