11.10_28_AlpakasDas war wohl die kuschligste Verabredung, die Sachsen-Anhalts SPD-Landesvorsitzende Katrin Budde seit langem hatte! In Dodendorf im Bördekreis übernahm sie die Patenschaft für das acht Wochen alte Alpaka-Baby Malhayus – ein ganz besonderes Tier.

Lokaltermin am Freitagmorgen auf dem "Sonnenland Alpakahof" von Gabriele Koch und ihrem Mann Holger. Das Jungunternehmerpaar aus Magdeburg hält auf einem weitläufigen Grundstück an der Sohlener Straße seit 2009 drei ausgewachsene Alpakas - und seit kurzem den kleinen, schneeweißen Malhayus.

Die Tiere aus der Gattung der Lamas kommen eigentlich aus den peruanischen Anden und sind dort vor allem wegen ihrer wärmenden Wolle beliebt. Aber die Alpakas aus Dodendorf haben viel mehr zu bieten. Und das macht sie zu wertvollen Mitarbeitern des kleinen Unternehmens der Kochs: "Unsere speziell ausgebildeten Tiere werden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt", sagt Gabriele Koch und erklärt: "Durch ihr sanftes Wesen können sie die Heilung oder Linderung von Krankheiten wie Autismus, Down-Syndrom, Depressionen, Epilepsie oder Demenz sehr positiv beeinflussen. Dazu bringen wir die Tiere ganz nah mit den Patienten zusammen. Oftmals kann man schon nach wenigen Berührungen sehen, wie sich die Menschen öffnen und Entspannung finden."

Für Katrin Budde ein guter Grund sofort zuzusagen, als die Kochs sie baten, die Patenschaft für den kleinen Malhayus zu übernehmen.

Kartrin Budde: "Als bekennende Tierfreundin finde ich die Alpakas natürlich erst mal sehr süß. Mit der Patenschaft möchte ich jedoch vor allem dem jungen Unternehmen der Familie Koch helfen."

Die erste Amtshandlung der frischgebackenen Alpaka-Patin war: Fläschen geben!

"Gar nicht so einfach", lacht Katrin Budde und beschreibt: "Ich musste mich erst mal in die Mitte der Familie wühlen, weil die großen Tiere natürlich auf den Kleinen aufpassen. Aber als Malhayus das Fläschchen mit warmer Milch in meiner Hand gesehen hat, war das Eis sofort gebrochen."

In den nächsten zehn Monaten darf Malhayus noch ganz Baby sein, aber dann soll auch für ihn die etwa ein Jahr dauernde Ausbildung zum Therapie-Alpaka beginnen. Auf Katrin Buddes Frage, wie das genau funktioniert, erklärt Gabriele Koch: "Zutraulich und menschenfreundlich sind die Tiere ja schon von hause aus. Deshalb sind sie auch optimal für die Arbeit mit Kindern geeignet. Nicht umsonst gibt es immer jede Menge Spaß, wenn Schulklassen oder Kindergartengruppen unsere Alpakafamilie buchen. Aber für den Therapiebereich müssen die Tiere zum Beispiel lernen, Fahrstuhl zu fahren. Denn wir gehen mit ihnen in Krankenhäuser und Seniorenheime - direkt in die Zimmer der Patienten. Außerdem müssen sie lernen am Zaumzeug zu gehen und dürfen sich durch Straßenlärm und laute Musik nicht aus der Fassung bringen lassen."

Katrin Budde hat sich jetzt vorgenommen, die Arbeitgeber ihres neuen "Patenkindes" bekannter zu machen. Sie sagt: "Hier muss Werbung ruhig mal erlaubt sein. Ich weiß, dass die Kochs sich sehr für ihre Geschäftsidee mit den Alpakas engagieren. Dennoch stehen sie noch vor einigen Schwierigkeiten. Sie suchen zum Beispiel dringend nach einem günstigen Kleintransporter für ihre Tiere. Derzeit sind sie nämlich noch mit einem gemieteten Anhänger unterwegs. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Menschen auf den Dodendorfer Alpakahof aufmerksam würden."

Übrigens: Die Familie Koch bietet auf ihrem Hof auch kuschlige Mützen, Schals, Socken und Decken aus der Wolle ihrer Alpakas an. Und der nächste Winter kommt bestimmt.