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12.03_08_FrauentagAnlässlich des Internationalen Frauentages 2012 erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: „Das beherrschende politische Thema der letzten Jahre war die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Fokus standen der Erhalt von Arbeitsplätzen, die Rettung von Betrieben und mit dem EURO und Griechenland die Rettung ganzer Währungen und Volkswirtschaften. Die Gleichberechtigung von Frauen wurde da von Vielen als Luxus oder gar Hemmnis für die Lösung der Probleme dargestellt.

Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist aber weder Luxus noch Hemmnis, sie ist eine der Lösungen, um aus der Krise zu kommen. Die Realität ist: Immer noch verdienen Frauen im Schnitt nur etwa drei Viertel des Durchschnittsgehalts ihrer männlichen Kollegen. Immer noch sind die Karrierechancen von Frauen eingeschränkt, weil sie es sind, die sich hauptsächlich um die Familie kümmern. Immer noch ist es  nicht ausreichend möglich, Beruf und Familie problemlos miteinander zu vereinbaren. Dabei sind Frauen gleich gut – mittlerweile oft sogar besser – ausgebildet und bringen die gleiche Leistung wie ihre männlichen Kollegen. Gleiche Bezahlung und die Förderung in Führungspositionen sind also nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft. Die strukturelle Benachteiligung von Frauen im Erwerbsleben bedeutet eine strukturelle Demotivation wichtiger Leistungsträgerinnen. Das kann sich keine moderne Volkswirtschaft auf Dauer leisten. Darum heißt es heute zum 101. Internationalen Frauentag: „Heute für morgen Zeichen setzen – Leistung muss sich auch für Frauen lohnen!“

Budde forderte zudem eine Gleichstellungsquote von 40 Prozent in den Führungspositionen im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft. Sie schloss sich damit auch der Forderung der Initiative „ProQuote" und von rund 350 Journalistinnen an, die Frauenquote von mindestens 30 Prozent in den deutschen Chefredaktionen etablieren wollen. „Nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 Tages- und Wochenzeitungen sind Frauen“, so Budde. „Von den 13 Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien lediglich drei weiblich. Wenn die Gleichberechtigung von Frauen in reelle Chance in der öffentlichen Diskussion haben soll, muss sich das ändern, dann brauchen wir auch bei den Medienmacherinnen und -machern Augenhöhe zwischen Frauen und Männern.“