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mindestlohn_Rainer_Aschenbrenner_PIXELIOAngesichts der Vorstellung der Niedriglohnstudie des Instituts für Arbeit und Qualifikation betont Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landes­vorsitzende: „Es ist Zeit für die Einführung von Mindestlöhnen! Die Studie offenbart nicht nur, dass die Zahl der Niedriglohnbezieher deutlich zugenommen hat. Sie zeigt auch klar die möglichen Lösungswege auf, um den Niedriglohnsektor auszutrocknen: die Einführung von verbindlichen Mindestlöhnen. Davon würde jeder fünfte Beschäftigte profitieren. Und mit ihm auch die öffentlichen Kassen. Denn klar ist, dass von diesen Löhnen keine Familie existieren kann und der Staat den Niedriglohn aufstocken muss.

Unser Ziel bleibt, dass jeder von seiner Arbeit und seinem Einkommen leben können muss. Alles andere ist entwürdigend. Ich hoffe deshalb sehr, dass die Studie neuen Wind in die Debatte um die Einführung von Mindestlöhnen bringt und sich CDU und FDP endlich bewegen.“ Hintergrund:

Eine Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland mehr Geld verdienen würde, wenn es einen Mindestlohn von 8,50 Euro gäbe. Nach der Studie sind etwa acht Millionen Beschäftigte in Deutschland für Niedriglöhnen tätig. Rund 800.000 Vollzeitbeschäftigte gehen für weniger als sechs Euro Stundenlohn arbeiten und erreichen damit einen Monatslohn von unter 1.000 Euro.