12.04_22_Budde_Buckau_putzt_sich_kleinManege frei für ein neues Stück Magdeburger Kultur! SPD-Landes- und Fraktionschefin Katrin Budde besuchte am Samstag das Zirkusmuseum an der Karl-Schmidt-Straße im Stadtteil Buckau. Anlass: die feierliche Eröffnung eines neuen Teiles der deutschlandweit einmaligen Sammlung. „Ich bin ein großer Fan des Museums“, sagt Katrin Budde, „deshalb war ich schon ganz gespannt auf die neuen Schätze.“

Museumsleiter Gerhard Mette ließ sich auch nicht lange bitten und führte seine rund 120 Eröffnungsgäste persönlich durch die erweiterte Ausstellung. „Die rund 10 000 neuen Exponate stammen aus dem Preetzer Zirkusmuseum, das kürzlich geschlossen wurde“, erklärte Mette. „Jetzt haben die wertvollen Stücke eine neue Heimat in einem gesonderten Gebäude auf unserem Gelände gefunden. Insgesamt können wir nun auf etwa 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche über 50 000 Objekte zeigen und sind damit das größte Zirkusmuseum deutschlandweit.“

 

Unter den Exponaten aus Preetz sind neben seltenen Fotos, historischen Zirkusutensilien, Plakaten und großen Zirkusmodellen auch Highlights von internationaler Bedeutung. Gerhard Mette präsentiert sie stolz. „Zu den wertvollsten Stücken gehören ein fantastisch erhaltenes Original-Kostüm der weltberühmten exotischen Tänzerin Josephine Baker oder Requisiten des Clowns Grock.“ Aber bei aller Freude über seine gewachsene Sammlung, Gerhard Mette – im Hauptberuf Geschäftsführer der Spezialitäten-Destillerie „Abtshof“ – hat auch Sorgen um die Zukunft des Museums. „Derzeit ist die ganze Sammlung in Gebäuden untergebracht, die zum Abtshof-Betriebsgelände gehören. Ein Dauerlösung kann das aber nicht sein, weil ein Teil der Räumlichkeiten in absehbarer Zeit für andere Zwecke benötigt wird“, so der Museumsleiter. „Ich hätte für das Museum gerne eine der stillgelegten Magdeburger Schulen. Die Stadt prüft meinen Antrag bereits.“

Katrin Budde hörte sich die Probleme des Museumsdirektors aufmerksam an und sagte: „Ich hoffe, dass eine Lösung gefunden wird. Denn das Zirkusmuseum ist ein kultureller Magnet, der weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus wirkt und unbedingt dauerhaft erhalten werden sollte.“