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IMG_6941Die Landesregierung hat beschlossen, den Bewertungsmaßstab für die Benotung von Schülerinnen und Schülern dem Maßstab in Sachsen anzupassen. Beide bewerten damit immer noch strenger als Thüringen. Kritik kam daraufhin vom Philologenverband, der der Landesregierung vorwarf, damit die Schulabbrecherzahlen drücken und damit die Notenstatistik schönen zu wollen.


Dazu erklärte Katrin Budde, SPD-Landesvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion: „Die Kritik ist absurd. Es geht hier nicht darum, Leistungen zu beschönigen oder abzuwerten, sondern gleiche Maßstäbe zu schaffen.


Unabhängig davon, dass die Notenvergabe ohnehin immer von der Einschätzung des jeweiligen Lehrers und der jeweiligen Lehrerin abhängt, ist nicht einzusehen, warum Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt für gleiche Leistungen per se schlechtere Noten bekommen. Das benachteiligt sie gegenüber ihren Altersgenossen, wenn es um die Vergabe von Lehrstellen oder Studienplätzen geht. Die Angleichung des Bewertungsmaßstabs ist daher nicht nur eine Frage der Transparenz, sondern vor allem der Chancengleichheit.

Ich plädiere daher dafür, dass wir einen bundesweit einheitlichen Bewertungsmaßstab bekommen. Es ist zwar völlig in Ordnung, wenn die Bundesländer ihre regionalen Schwerpunkte im Lehrplan setzen. Die Bewertung sollte aber möglichst einheitlich sein.“