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IMG_4448_500x333Der Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion Volker Kauder hat das Elterngeld in Frage gestellt. Es müsse auf den Prüfstand gestellt werden, weil es die Geburtenzahlen nicht erhöht habe, so die Begründung. Die Überschriften dazu lauten „Kauder stellt Elterngeld auf den Prüfstand“ (Spiegel online) und „Kauder stellt Elterngeld infrage“ (FAZ).

Dazu erklärte Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: „Die Äußerungen von Volker Kauder zeigen, dass die angebliche Modernisierung der CDU in der Familienpolitik nichts als Augenwischerei war. Offensichtlich warten große Teile der CDU nur darauf die wenigen familienpolitischen Lichtblicke ihrer Partei in den letzten Jahren zurückzunehmen.

Das Elterngeld ist ein sehr gutes Instrument, gerade Frauen nach der Geburt den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Traditionell obliegt es ihnen, nach der Geburt die Kinder zu betreuen. Das hemmt aber oft ihre berufliche Entwicklung. Mit dem Elterngeld besteht die Möglichkeit, die Kinderbetreuung besser zwischen beiden Elternteilen zu verteilen. Das ist ein richtiger Ansatz – unabhängig von den Geburtenzahlen.

 

Im Zusammenhang mit der Herdprämie ergibt die gewünschte Abschaffung des Elterngeldes ein geschlossenes Bild. Ziel der CDU ist es offenbar, die Frauen zurück an den Herd zu schicken. Das ist ein Rückfall in die Familienpolitik des letzten Jahrhunderts.

Und es ist ein offener Angriff auf die Kanzlerin, die in der Öffentlichkeit wie keine Zweite für den angeblichen Modernisierungskurs der CDU stand. Kauder stellt nicht nur das Elterngeld auf den Prüfstand, sondern auch Merkel. Wir dürfen gespannt sein, wie sie das findet.“