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Zum Jahrestag der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: "Wir erinnern uns heute an eine erfolgreiche, friedliche Revolution. Vor 23 Jahren war mit dem Fall des Eisernen Vorhang der Kalte Krieg zu Ende gegangen. Nach über 40 Jahren hatten es Tausende Menschen auf der Straße geschafft, die Spaltung in Europa zu beenden. Stacheldraht und Selbstschussanlagen wurden außer Dienst gestellt. Die Bilder von den Demonstrationen, von der Öffnung der Mauer und von den feiernden Menschen am Brandenburger Tor beeindrucken auch nach 22 Jahren – gleich, ob jemand dabei war oder nicht.

Wir wissen heute, dass der 9. November 1989 nicht nur der Grundstein für die Deutsche Einheit war, sondern auch der Auftakt für die Erweiterung der Europäischen Union und die Integration der osteuropäischen Staaten in das gemeinsame Haus Europa.

Bei einer solchen historischen Rückschau gerät leicht in Vergessenheit, wie viel Kraft diese friedliche Revolution gekostet hat, wie schwer es war, diese Diktatur zu stürzen. Der friedliche Ausgang mag heute historische Gewissheit sein, damals war sie es nicht. Dass die Panzer in den Nebenstraßen  blieben, konnte niemand wissen. Umso mehr müssen wir heute daran erinnern, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind. Wir müssen stetig für sie arbeiten und gelegentlich auch mal kämpfen."