Nach jetzigem Diskussionsstand sollen Mütter mit kurzen Babypausen und guten Arbeitseinkommen von der neuen Mütterrente nur wenig oder gar nicht profitieren. Für Frauen, die zwischen 1950 und 1972 geboren wurden und bereits ein Jahr nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten gingen, soll der Rentenanspruch aus dem damals erzielten Einkommen mit der Mütterrente verrechnet werden.

Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende, kritisierte diese Regelung: "Die Mütterrente soll die Frauen in der Rente besser stellen, die mit ihren Kindern dafür gesorgt haben, dass der Generationenvertrag auch in Zukunft erfüllt werden kann. Ihre Kinder erwirtschaften heute die Rente der Bestandsrentnerinnen und -rentner.

Diese gesellschaftliche Leistung ist unabhängig davon, wann die Frauen wieder angefangen haben zu arbeiten. Eine Verrechnung der Ansprüche benachteiligt die Frauen, die schnell nach der Geburt wieder erwerbstätig geworden sind. Genaugenommen ist das sogar eine doppelte Benachteiligung, weil in der Realität die Frauen die Versorgung von Haushalt und Kinder noch neben ihrer Arbeit leisten mussten."