budde0519Unter dem Motto „Starke Frauen für eine starke Welt. Frauenrechte weltweit.“ rufen auch die SPD und die AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) in Sachsen-Anhalt zum Internationalen Frauentag 2015 auf. Dabei fordern sie für die Mädchen und Frauen weltweit: gleichen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, politische und wirtschaftliche Teilhabe durch gesetzliche Quoten, Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen zu beseitigen, eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf und mehr Partnerschaftlichkeit, gleichberechtigten Zugang zu Landbesitz und Krediten, das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung bei allen Fragen rund um Sexualität, Partnerschaft und Verhütung (sexuelle und reproduktive Rechte), das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit und Schutz vor Gewalt - auch vor sexualisierter Gewalt in Kriegs- und Krisensituationen, eine aktive Rolle von Frauen bei der Konfliktprävention und -bewältigung und Schutz vor Diskriminierung.

Dazu erklärt Katrin Budde, SPD-Landesvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion: „Vor über 100 Jahren wurde der erste Internationale Frauentag begangen - und damals wie heute kämpfen Frauen weltweit an diesem Tag für ihre Rechte und für die Gleichberechtigung.

Frauen und ihre Lebenswege sind vielfältig. Da gibt es unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse. Wir wollen Frauen nicht bevormunden, sondern ihnen ermöglichen, frei und selbstbestimmt über ihr Leben zu entscheiden. Die Politik muss dafür passgenaue Rahmenbedingungen schaffen, zusammen mit Betrieben, Verwaltungen und anderen gesellschaftlichen Institutionen. Der Bundestag hat heute das Gesetz für die Frauenquote in Führungspositionen beschlossen. Das ist ein Meilenstein.

Zu den Rahmenbedingungen gehören jedoch ebenso ein Entgeltgleichheitsgesetz und wirksame Instrumente zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Corinna Reinecke, Vorsitzende der AsF Sachsen-Anhalt und stellv. SPD-Landesvorsitzende, ergänzt: „Vor 20 Jahren kamen tausende Frauen aus aller Welt bei der vierten - und bislang letzten - Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Peking zusammen. 189 Staaten verpflichteten sich, die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen zu fördern: in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Heute ist die Bilanz gemischt, auch in Deutschland. Vieles wurde erreicht, aber es gibt noch einiges zu tun.

Einkommen und Macht sind weiterhin ungleich verteilt: Immer noch sind mehr als 70 Prozent der in Armut lebenden Menschen Frauen. Zweidrittel der Analphabeten weltweit sind Frauen und Mädchen. Frauen besitzen nur 10 Prozent des Einkommens und 1 Prozent des Vermögens weltweit. Nur ein Drittel aller Frauen hat Zugang zu Gesundheitsversorgung.

Diese Zahlen zeigen: Es ist höchste Zeit für mehr Geschlechtergerechtigkeit - in allen gesellschaftlichen Bereichen und überall auf der Welt!“