Marko Mühlstein und Katrin BuddeGemeinsam mit der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) präsentierte ich in Brüssel das Energieland Sachsen-Anhalt. Eingeladen hatten der EU-Ausschus der Regionen (AdR) und das Forschungs- und Innovationsnetzwerk europäischer Regionen (European Research and Innovation Network – ERRIN). Die Teilnehmer der Veranstaltung „Innovative Energielösungen für die europäischen Regionen und Städte“ hörten aufmerksam zu, was Sachsen-Anhalt als Vorreiterregion bei Erneuerbaren Energien in Deutschland zu bieten hat. Tatsache ist: Sachsen-Anhalt hat sehr früh, schon Anfang der 1990er-Jahre, die Weichen für Erneuerbare Energien gestellt, u.a. mit der Festlegung von Windvorranggebieten. Heute zahlt sich das mit fast 50 Prozent Erneuerbaren-Anteil an der Bruttostromerzeugung aus. Tragende Säule bei uns ist die Windenergie, gefolgt von Biogasanlagen sowie Photovoltaik.

Mit Marko Mühlstein beim Ausschuss der RegionenGesetzesgrundlage auch für unser Bundesland ist dabei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es ist der Treibstoff für die rasante Entwicklung auf diesem Gebiet in Sachsen-Anhalt. Das Thema Energie habe ich übrigens auch in ihrer AdR-Stellungnahme „Die lokale und regionale Dimension der Bioökonomie und die Rolle der Städte und Regionen“ aufgegriffen, die ein paar Tage später im Ausschuss der Regionen erörtet wurde. Marko Mühlstein, Geschäftsführer der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA, Foto), informierte über seine Arbeitsschwerpunkte, die in den Bereichen Energieeffizienz und nachhaltige Energieerzeugung liegen. Die LENA ist 2012 als Gesellschaft des Landes Sachsen-Anhalt gegründet worden. Zielgruppe der LENA wären der öffentliche Sektor, die Wirtschaft, aber auch der private Verbraucher.

Mühlstein hob in seiner Präsentation die Wichtigkeit der Qualifizierung von kommunalen Mitarbeitern hervor. Hier sei es der LENA im Zusammenspiel mit der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt gelungen, 30 kommunale Energieberater auszubilden. Darüber hinaus ging der LENA-Geschäftsführer auf das STARK III-Programm zur energetischen Sanierung von Kindertagesstätten und Schulen ein, welches europaweit einmalig sei. Im ersten Schritt konnten – u.a. durch den Einsatz von europäischen Strukturfondsmitteln –98 Einrichtungen saniert werden. Abschließend informierte Mühlstein darüber, dass viele der aktuell im energiepolitischen Winterpaket der EU-Kommission aufgeworfenen Fragen, wie z.B. der Klima- und Ressourcenschutz, bereits Realität in Sachsen-Anhalt seien.

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