Burg Querfurt - Im BurghofZweifellos: Burg Querfurt ist eine der größten Touristen-Attraktionen Sachsen-Anhalts. Die Superlative reihen sich nahtlos aneinander: Älteste, größte und besterhaltene Burg an der Straße der Romanik. Die 880/899 erstmals im Hersfelder Zehntverzeichnis erwähnte Burg hat drei imposante Türme (Marterturm, Dicker Heinrich und Pariser Turm), zwei Ringmauern und extrem starke Befestigungsanlagen. Dies war Garant dafür, dass die Burg nie erobert wurde; nicht einmal während der heftigen und langen Belagerungen und Beschießungen im Dreißigjährigen Krieg. Allerdings wurde sie – friedlich – an die Schweden übergeben und konnte so ihre mittelalterliche Substanz bewahren.

Das wiederum ist ihr Faustpfand, ihre besondere Note und – für heutige Tourismusexperten –das Alleinstellungsmerkmal.  Denn zu Recht verweist Burgmanager Christian Linke darauf, dass Sachsen-Anhalt wahrlich keinen Mangel an wunderschönen Burgen, Schlössern und Herrenhäusern hat, doch eine authentische, mittelalterliche Burg ist weit und breit nicht zu finden. Die Filmbranche hat das schon lange mitbekommen und schätzt die Burg als grandiose Kulisse. Mit wenig Aufwand kann man hier historische Stoffe drehen. In den vergangenen zehn Jahren, weiß Christian Linke zu berichten, wurden über 80 Produktionen auf Burg Querfurt abgedreht. Darunter so prominente Streifen wie „1 ½ Ritter“ (2008. „Die Päpstin“ (2009), „Jorinde und Joringel“ (2011), „Die zertanzten Schuhe“ (2012) oder „Der Medicus“ (2013). Linke: „Burg Querfurt ist in der Filmbranche der heimliche Star unter den Burgen.“

Burg Querfurt PanoramaUnd dass Filmliebhaber die Drehorte zunehmend zu Pilgerstätten machen, haben zuletzt die Harry-Potter-Filme oder die TV-Serie „Games of Thrones“ gezeigt. Wer einen Film besonders ins Herz geschlossen hat, der will eben gern sehen, wo sie entstanden sind. Und lässt sich das etwas kosten. Davon wiederum profitiert neben der Burg die gesamte Region; Gastronomie, Hotellerie und Handel können zusätzliche Umsätze gut gebrauchen. Deshalb gilt Burgmanager Christian Linke ein großes Dankeschön, dass er den Zug der Zeit erkannt und vor eineinhalb Jahren den PR-Coup der „Filmburg Querfurt“ gestartet hat. Mit Sonderausstellungen zum Thema („Ganz großes Kino“ 2015/2016 und „Ganz große Märchen“ 2016/2017) kommen Leute nach Querfurt, die sonst vermutlich nie gekommen wären. Die Besucherzahlen explodieren: 2016 kamen mit 28.000 Menschen 25 Prozent mehr als 2015. Das „Filmburg-Projekt“, anfangs unter Kulturhistorikern umstritten, gewann 2016 den Tourismuspreis „Vorreiter“ des Landes Sachsen-Anhalt. Alle Achtung!

Zu den besonders empfehlenswerten Angeboten der Burg gehören neben den wechselnden Sonderausstellungen regelmäßige Sonderführungen zu den Drehorten auf der Burg und in den Eselstall, inklusive der dort ansässigen Gewandschneiderei. Herumgesprochen haben sich natürlich längst das Open Air Sommerkino im August, das Burgfest, die Herbstklänge Ende September, die Ritterkämpfe (1. Oktoberwochenende) und der „Weihnachtszauber“ am vierten Adventswochenende.

Lediglich mit der Gastronomie tut sich die Filmburg schwer. Trotz idealer Voraussetzungen mit Küche, Toiletten und historischen Gasträumen sowie der Möglichkeit eines Hotelbetriebes hat sich kein Gastronom lange gehalten. Gesucht wird nun ein Wirt, der zur Burg gehört; also zu einer einzigartigen Location ein einzigartiger Gastronom. Ich bin begeistert von der Burg und ihrem Manager und ihren grandiosen Möglichkeiten und habe Unterstützung bei der Suche nach einem Gastronomen versprochen. Mal sehen, wer mir in den nächsten aufregenden Monaten aus der Branche über den Weg läuft und wen ich für Burg Querfurt begeistern kann ...
Weitere Informationen unter www.burg-querfurt.de