Die Bundesregierung spricht inzwischen offen über den Afghanistan-Einsatz als Krieg. Zu der Forderung des Parteivorsitzenden Gabriel, dazu ein neues Mandat im Bundestag abstimmen zu lassen erklärt Katrin Budde: „Sigmar Gabriel hat völlig Recht. Die SPD hat der Verlängerung des ISAF-Mandats einzig unter der Voraussetzung zugestimmt, dass die Bundesregierung einen konkreten Plan für den Rückzug aus Afghanistan vorlegt. Jetzt spricht sie offen von Krieg  und der neue Wehrbeauftragte will sogar Leopard 2-Panzer nach Kunduz schicken. Das ist das komplette Gegenteil von Rückzug und humanitärem Einsatz, das wäre Eskalation und Krieg. Das können wir als SPD nicht mittragen. Die Bundesregierung ist also aufgefordert, das im Bundestag zu erklären und ein entsprechendes Mandat zu erwirken. Die Stimmen der SPD wird es für einen Krieg aber nicht geben. Den muss die schwarz-gelbe Koalition allein führen.

Das hat mit einem Linksruck gar nichts zu tun. Die SPD hat immer für eine Friedenspolitik gestanden. Anders als Frau Merkel das getan hätte, sind wir nicht mit fliegenden Fahnen in den Irakkrieg gezogen. Über humanitäre Einsätze hat die SPD lange und intensiv diskutiert. Dafür gibt es aus unserer Sicht klare Grenzen, die mit einem realen Krieg weit überschritten sind.“