von Steffen Honig, erschienen in der Volksstimme vom 13. Juni 2012

IMG_6941Volkstimme: Nach dem Parteitag der Linken haben führende SPD-Politiker ostdeutsche Reformer wie Dietmar Bartsch herzlich in die SPD eingeladen. Wie viele Linke haben sich bei Ihnen gemeldet?

Katrin Budde: Hier in Sachsen-Anhalt sind sie  wie Edwine Koch-Kupfer doch gleich in die CDU weitergewandert (lacht). Aber im Ernst: Zu uns ist Dolores Reute gekommen, die die WASG in Sachsen-Anhalt mitbegründet und in der Linkspartei keine Heimat mehr gesehen hat. Es gab also nach dem Parteitag keinen großen Run – den hätte ich auch nicht erwartet.

Volksstimme: Warum nicht?

Budde: Weil ich glaube, dass die Mehrheit derer, die heute in der Linkspartei sind, sich bewusst dafür entschieden hat. Man hätte ja 22 Jahre lang zu uns kommen können. Selbstverständlich sind wir für alle offen, die zu uns wechseln wollen. Wir sehen aber in der  Linkspartei nicht unser natürliches Reservoir.

5671_Katrin_Budde_212x300Der Bundestag beschäftigt sich heute in 1. Lesung mit dem Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld. Dazu erklärt Katrin Budde, SPD-Landesvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion: „Die Abgeordneten von CDU und FDP haben ja schon vor zwei Wochen deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie von dieser Herdprämie halten – nämlich nichts! Sie sind in großer Zahl der Abstimmung ferngeblieben, nicht einmal die Ministerin selbst ist erschienen. An diesem eindeutigen Votum ändert auch die Empörung der CSU im Nachgang nichts. Die Abgeordneten der Koalition sollten auch heute ihre Meinung klar zum Ausdruck bringen und gegen den Gesetzentwurf stimmen. Sie stünden damit auf der Seite der Mehrheit der Bevölkerung.

Die Gründe dafür sind klar. Das Betreuungsgeld ist völlig unsinnig. Es kostet jährlich fast 2 Milliarden Euro. Diese Mittel fehlen für den bundesweiten Ausbau von dringend benötigten Kita-Plätzen. Statt Eltern ein zusätzliches Taschengeld auszuzahlen, muss die Infrastruktur für Kinder besser werden. Davon würden alle Kinder profitieren.

IMG_4448_500x333In der Sitzung des Landtages am 12./13. Juli wird das Parlament einen neuen Landesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit von Sachsen-Anhalt wählen. Nach der Änderung des Stasi-Unterlagengesetzes erfolgt die Wahl im Landtag nun ohne vorheriges Auswahlverfahren durch die Landesregierung. Dort ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Bis zum Bewerbungsschluss am 6. Juni waren über 40 Bewerbungen beim Landtag eingegangen.

Heute hat sich Birgit Neumann-Becker als Kandidatin in der SPD-Landtagsfraktion vorgestellt. Frau Neumann-Becker ist Kreisschulpfarrerin in Merseburg und war zu DDR-Zeiten in der kirchlichen Opposition aktiv. „Wir fanden die Vorstellung von Frau Neumann-Becker sehr überzeugend“, erklärte die SPD-Fraktionsvorsitzende Katrin Budde. „Besonders wichtig war uns, dass das Amt von jemandem ausgeübt wird, die auch persönliche Erfahrungen mit dem DDR-Regime hatte. Das ist ein sehr authentischer Bezug zu dem Amt der Stasiunterlagen-Beauftragten und wird auch sehr positiv für die Arbeit mit den Opferverbänden sein. Zudem ist Frau Neumann-Becker ausgebildete Supervisorin. Das ist ein zusätzlicher Pluspunkt.“

12.06_15_GISA_kleinDie GISA GmbH in Halle  ist das, was man ein Erfolgsunternehmen aus der Region nennt. Der IT-Dienstleister mit Hauptsitz in der Saalestadt beschäftigt deutschlandweit an fünf Standorten etwa 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu Ihrem Kerngeschäft gehören Prozess- und IT-Beratung, die Entwicklung von innovativen IT-Lösungen und das Outsourcing kompletter Geschäftsprozesse oder der gesamten IT-Infrastruktur.

Dabei genießt das Unternehmen in der Branche einen guten Ruf nicht nur für sein technisches Know-how, sondern auch für die familienfreundlichen und fairen Arbeitsbedingungen. „Arbeit soll Spaß machen, anspruchsvoll und herausfordernd sein und in einem  angenehmen Arbeitsklima stattfinden“, erläutert GISA-Geschäftsführer Stephan Drescher die Firmenphilosophie. Dazu gehört nicht nur die Entwicklung von persönlichen Entwicklungsperspektiven, sondern auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Eine familienfreundliche Unternehmenskultur ist für uns ganz wichtig“, ergänzt GISA-Geschäftsführer Michael Krüger. „Wir wollen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese beiden wichtigen Teile ihres Lebens gut unter einen Hut bekommen.“ Für dieses Engagement trägt die GISA das Zertifikat „audit berufundfamilie“. 2012 wurde das Unternehmen zudem als „European IT Workplace of the year“ ausgezeichnet.

12.06_09_Oldtimertreffen_kleinDer Sonntag bescherte Magdeburg nicht nur schönstes Sommerwetter, sondern auch die 4.Ohre-Classic. Hier trafen sich die Oldtimer-Freunde der Region, um ihre gehegten und gepflegten Schätze auszufahren und über deren Erhalt zu fachsimpeln - Benzingespräche eben. Start war in Wolmirstedt.

Mit von der Partie waren auch SPD-Fraktionschefin Katrin Budde und Landesverkehrsminister Thomas Webel, die sich einen babyblauen Wartburg "teilten". "Das war ein wirklich schönes Erlebnis", erfreute sich Katrin Budde des Wetters und der Autos. "Vor allem, wenn das Wetter so gut mitspielt. Einer der Zwischenstopps war an der Magdeburger Sternbrücke, wo sich die Oldtimer in voller Pracht präsentierten. "Es ist schon beeindruckend, mit welcher Liebe fürs Detail die Wagen erhalten werden", sagte Budde. Am Ende kamen alle Teilnehmer wohlbehalten in Barleben an. Ein guter Tag für Benzingespräche.

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