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kindergarten_Torsten_Schroeder_PIXELIOEine gute frühkindliche Bildung bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Bildungsweg und damit ist damit Basis für gute Lebensperspektiven jedes einzelnen Kindes. Wer Kinder nicht optimal fördern will, versagt ihnen früh die Chancen auf ein gutes Leben als Heranwachsender und im Alter. Dabei fallen der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und späterem Bildungsabschluss sehr stark ins Gewicht.

Die Empfehlungen des Bildungskonvents zeigen ganz klar, dass sich die Erkenntnis um die Bedeutung der frühkindlichen Bildung für die Lebensperspektiven und Chancen der Kinder auch gesellschaftlich durchgesetzt hat. Auf dieser Basis können wir nun an die schrittweise Umsetzung der Empfehlungen gehen.

 

1. Bildungs- und Betreuungsanspruch in Kindertagesstätten

Der Bildungskonvent empfiehlt - unabhängig von sozialer Herkunft und Beschäftigungsstatus der Eltern - den Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung in einer Kindertagesstätte sowie beitragfreie und verpflichtende Bildungsmaßnahmen im letzten Jahr vor dem Schuleintritt. Damit soll das letzte Kindergartenjahr in spezifischer Weise auf den Eintritt in die schulische Bildung vorbereiten.

2. Qualitätsentwicklung

Der Konvent empfiehlt, dass die Arbeit in den Kindertagesstätten auf der Basis wissenschaftlich begründeter Bildungsprogramme liegen soll. Darüber hinaus regt er eine Qualifikation des Personals und einen stärkeren quantitativen Personalschlüssel sowie den Einsatz weiterer entsprechend pädagogisch qualifizierter Berufsgruppen in Kindertagesstätten an.

Die Qualifikation soll durch eine kurzfristige Fortbildung aller Erzieher/innen für die Bewältigung des erweiterten Bildungsauftrags, ein kontinuierliches Fortbildungssystem, die Erhöhung der Ausbildungsstandards für Erzieher/innen und die stufenweise Anhebung auf akademisches Niveau gewährleistet werden.

3. Schaffung enger Kooperationsbeziehungen zu anderen Partnern

Ziel dieser Kooperationen ist die Gewährleistung einer möglichst bruchlosen Bildungsbiografie und die Vermeidung von Verzögerungen beim Eintritt in das Schulsystem sowie von Entwicklungsproblemen.

Dazu sollen die vorhanden Beziehungen zwischen Eltern, Kindertagesstätten und Grundschulen ausgebaut und intensiviert werden. Zudem sollen Kindertagesstätten durch enge Kooperationen mit Jugend- und Gesundheitsämtern, Kinderärzten, Logopäden, Sportvereinen, Beratungsstellen u.a. ein Netz der Prävention und Förderung schaffen.

Der Bildungskonvent empfiehlt zudem, dass die Etablierung von Kindertagesstätten als Kinder-Eltern-Zentren weiter unterstützt werden soll.